Mosel, 1923. Der Krieg liegt hinter den Menschen, doch seine Schatten reichen tief in den Alltag. Magdalena versucht, in unsicheren Zeiten Halt zu finden als Ehefrau und junge Mutter. Während das Leben seinen gewohnten Gang zu gehen scheint, wachsen Misstrauen, Vorurteile und unausgesprochene Ängste.
Magdalenas Bruder Heiner kehrt mit großen Träumen zurück: Er liebt Esther, eine jüdische Frau – und stellt sich damit gegen Traditionen, Glaubensgrenzen und den zunehmenden Hass, der sich leise, aber unaufhaltsam ausbreitet. In Gesprächen, Blicken und Zeitungsartikeln kündigt sich eine Entwicklung an, die die kleine Familie nicht wahrhaben will.
Was bedeutet es, Mensch zu bleiben, wenn sich die Welt verhärtet? Wie viel Mut braucht Liebe, wenn sie nicht ins Bild passt? Und welche Entscheidungen werden Familien treffen, wenn Mitläufertum bequemer ist als Haltung?
Dies ist eine überarbeitete Neuausgabe des bereits erschienenen Titels Jahre im Wandel.
Eine bewegende Familiensaga über Zusammenhalt und Zerbrechlichkeit, über leise Heldinnen und Helden – und über eine Zeit, in der für manche alles auf dem Spiel steht.