Wie ist die Idee zu Beautiful Ruin entstanden und gab es einen „Aha“-Moment?
Mein erstes Buch war als super unschuldiges, süßes Romantasy-Buch geplant. Die Geschichte wurde von selbst immer dunkler. Nach dem Projekt habe ich gedacht, das ich gern voll in die düstere Welt eintauchen möchte.
Ich wollte mit diesem Buch etwas schreiben, wo dem Leser der Mund offen steht und der Plot einem förmlich die Füße wegzieht. Oder die Beine? Den Teppich? Ach egal, alles zusammen.
Wie viel von dir steckt in Beautiful Ruin oder deinen Figuren?
Es wird immer ein Teil von einem in jedem Buch stecken. Die Geschichte ist schon etwas älter und war eine meiner ersten. Mit der Zeit habe ich immer mehr in Recherche investiert und mich viel mit den Themen beschäftigt. Ich möchte gern, dass jemand, der Ahnung von etwas hat, das liest und denkt: Joar, doch. Passt. Dadurch bringe ich immer viel eigenes oder neu erlerntes Wissen ein.
Gab es beim Schreiben einen Moment, der dich emotional besonders gepackt hat?
Ich bin selbst nicht so emotional beim Schreiben. Dafür mag ich es umso lieber, andere zum Weinen zu bringen. (Auf nett.) *Handschüttel Emoji*
Gibt es ein Thema oder eine Botschaft, die dir beim Buch besonders wichtig war?
Gerade als ich das Buch nochmal gelesen habe, habe ich das Thema Consent sehr hinterfragt. Mir ist dies allgemein extrem wichtig. Gerade bei diesem Buch sollte man nicht vergessen, dass der Feind nicht immer eine nette Figur ist, die sich ändert oder es gut mit der Protagonistin meint.
Lest vorab die Triggerwarnung. Auch wenn es zunächst nicht so wirkt, empfinde ich die letzten 30% des Buches als sehr dunkel und extrem hart.
Was war zuerst da: Figur, Szene oder die Grundidee?
Der Plot.
Wie sieht dein Schreiballtag aus?
Ich bin ein Morgenmensch und schreibe oft früh.
Am liebsten im Dunkeln – irgendwie gibt das ein besseres Feeling.
Dabei darf mein Kätzchen, was 183x über die Tastatur läuft, nicht fehlen.
Wo und wie schreibst du am liebsten und hast du eine feste Routine oder einen Lieblingsort?
Ich mag es, ein unfassbar kleines Wortziel pro Tag zu haben. Es motiviert mich extrem, wenn ich nur 200-500 Wörter am Tag schaffen muss. Dann werden es auch deutlich mehr. Sobald ich mein Ziel höher ansetze, kommt es meist zu keinem einzigen Wort.
Was tust du, wenn’s mal nicht läuft – Schreibblockade, Alltag, keine Lust?
Abwarten bis es besser wird. Ich beschäftige mich in der Zeit mit anderen Themen. Druck funktioniert bei mir absolut nicht.