Wie heißt du und was schreibst du?
Ich bin Nadine Dela, und ich schreibe Geschichten, die das Herz treffen. Meine Romane sind Liebesgeschichten mit Tiefgang – emotional, atmosphärisch und mit Figuren, die sich anfühlen wie Menschen, die man wirklich kennt. Ich schreibe Contemporary Romance, manchmal mit einem Hauch Spannung, immer mit viel Gefühl. Meine Leserinnen sollen lachen, weinen, die letzte Seite viel zu spät nachts umblättern und das Buch mit einem Lächeln zuklappen. Mein aktuelles Projekt ist Windflüstern & Wellenschimmer, eine Liebesgeschichte über zweite Chancen, eine autofreie Nordseeinsel und die Frage, ob man das Herz gegen die Vernunft eintauschen sollte.
Was hat dich ursprünglich zum Schreiben gebracht?
Lesen war schon immer ein Teil von mir, soweit ich zurückdenken kann. Das Schreiben ist später gekommen, fast beiläufig. Irgendwann dachte ich: Das will ich auch. Aber der eigentliche Anstoß kam von meinem Mann, er hat mir eines Tages einfach einen Laptop vor die Nase gestellt und gesagt: Schreib. Ohne große Diskussion, ohne Wenn und Aber. Einfach: Schreib. Und das habe ich getan. Und seitdem kann ich nicht mehr damit aufhören. Manchmal braucht man jemanden, der einem zeigt, was man sich selbst noch nicht getraut hat zu denken.
Hattest du beim Schreiben ein bestimmtes Bild oder Zitat im Kopf, das dich begleitet hat?
Ein Bild: Zwei Menschen, die nebeneinander auf einem Steg sitzen und aufs Meer schauen, ohne zu reden. Kein dramatischer Moment, keine große Geste, nur diese stille Nähe, die mehr sagt als jeder Satz. Das war das Bild, das ich die ganze Zeit vor Augen hatte, wenn ich nicht wusste, wohin die Geschichte als nächstes geht. Und ein Satz, der sich irgendwann von selbst ergeben hat und der für mich alles zusammenfasst: Die Stille hier ist keine Pause. Sie ist eine Frage.
Du bekommst eine Woche Auszeit an einem Ort deiner Wahl: wohin geht’s?
Irgendwo ans Meer. Egal welches, egal wo. Hauptsache Wasser soweit das Auge reicht und eine Stille, die sich anders anfühlt als die Stille zuhause. Morgens früh aufstehen, wenn noch niemand da ist, barfuß an den Strand, die Kamera dabei, einfach nur schauen und atmen. Keine Termine, keine To-do-Listen, kein WLAN das ständig vibriert. Nur das Rauschen der Wellen, das einen daran erinnert, dass die Welt auch ohne einen weiterdreht und dass das manchmal genau das ist, was man braucht.
Wenn dein Buch ein Escape Room wäre, was wäre der erste Hinweis?
Ein Formular mit einem leeren Kästchen. Drüber steht nur ein Wort: Familienstand. Wer versteht, warum dieses Kästchen alles verändert, hat den ersten Hinweis gefunden.
Hast du ein Ritual oder „Schreibtick“?
Ich brauche Musik, die zur Szene passt. Nicht irgendeinen Hintergrundsound, sondern den richtigen Song für den richtigen Moment. Bevor ich eine emotional schwere Szene schreibe, höre ich erst das Lied, das die Stimmung trifft, manchmal mehrmals hintereinander, bis ich wirklich drin bin. Und dann schreibe ich, solange der Kaffee noch kalt genug ist.
Gibt es Figuren, die dich überrascht oder ihre eigene Richtung eingeschlagen haben?
Hinnerk. Er war ursprünglich als ganz kleine Randfigur geplant, jemand der einmal kurz auftaucht und einen weisen Satz sagt. Aber er hat sich geweigert, auf einen einzigen Auftritt reduziert zu werden. Er ist zu einer wichtigen Nebenfigur geworden, die Fenja an den entscheidenden Momenten begegnet und ihr die Dinge sagt, die sie hören muss, ohne sie zu drängen. Er redet nicht viel, aber wenn er redet, trifft es. Manchmal sind es genau diese stillen Figuren, die am lautesten bleiben.
Hast du eine kurze Nachricht oder ein paar Worte für deine Leser:innen?
Danke, dass ihr meine Geschichten lest und ihnen einen Platz in eurem Herz gebt. Ihr seid der Grund, warum ich mich jeden Tag gerne an den Schreibtisch setze, oder ehrlicher gesagt, mit meinem Iced Latte auf das Sofa. Ich hoffe, meine Figuren fühlen sich für euch an wie alte Freunde, und dass ihr das Buch zuklappt mit dem Gefühl, das ich am meisten liebe: dass die Geschichte noch ein bisschen weiterlebt, auch wenn die letzte Seite längst umgeblättert ist. Bleibt neugierig, bleibt offen und lasst euer Herz manchmal einfach gewinnen.