Wie heißt du und was schreibst du?
Mein Name ist Heid Troi. Unter diesem Namen schreibe ich Krimis und Kinderbücher. Als Mira Frey lebe ich meine romantische Seite aus. Ich liebe es, Small-Town-Romances wie Falling for Pumpkin Spice oder Geschichten zu schreiben, die dort spielen, wo ich lebe: in den Bergen.
Bist du eine Schnellschreiberin oder eine geduldige Perfektionistin?
Ich bin eine Schnellschreiberin. Meine Ungeduld ist gleichzeitig meine größte Schwäche und meine größte Stärke. Wenn mich etwas interessiert, stürze ich mich hinein, ohne groß darüber nachzudenken, wo das Ganze schiefgehen könnte (Spoiler: Nicht jedes Projekt wird ganz so, wie ich es gerne hätte). Ich liebe es, in Geschichten einzutauchen und kann manchmal 5.000 Wörter am Tag (oder mehr) schreiben, wenn ich im Flow bin. Umgekehrt fällt es mir leichter in den Flow zu kommen, wenn ich jeden Tag so viel wie möglich schreibe.
Was war zuerst da: ein Charakter, eine Szene oder das Gesamtkonzept?
Im Fall von Falling for Pumpkin Spice war es das Gesamtkonzept. Der Verlag wollte eine Reihe, die in einer Kleinstadt spielt, und gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach den perfekten Schauplätzen. Ich liebe Small-Town-Romances und lese sie selbst sehr gerne. Es ist eine etwas idealisierte Welt, nach der wir uns alle sehnen. Perfekt, um nach einem anstrengenden Arbeitstag zu lesen und sich in einer märchenhaften Welt zu verlieren, in der einfach alles stimmt.
Was für mich eher ungewöhnlich ist: Ich schreibe tatsächlich einen Plot aus. Normalerweise habe ich so etwas immer im Kopf, aber nur sehr selten auf Papier. Hier musste ich immer wieder nachschauen, was ich eigentlich für diesen Band geplant hatte, und es den Figuren liebevoll erklären. Denn manchmal wären sie gerne in eine andere Richtung gegangen.
Wie viel von dir steckt in deinem Buch oder deinen Figuren?
Nennt mich ruhig Piper. Oder Miles. ;-)
Was war die schwierigste Szene zu schreiben – und warum?
Sexszenen. Warum? Wenn ich das wüsste, hätte ich vielleicht eine Formel dafür. Tatsächlich lese ich sie auch nicht besonders gerne. Mir ist bisher noch keine Geschichte begegnet, bei der ich wirklich das Gefühl hatte, dass es nicht konstruiert, sondern ehrlich und authentisch ist. Deshalb bevorzuge ich die gute alte Tür, die sich schließt, wenn es drinnen heiß hergeht.
Wer darf deine Texte zuerst lesen und warum gerade diese Person?
Mein erster Leser ist immer mein Mann. Er ist derjenige, der abends fragt, ob es etwas Neues für ihn zu lesen gibt. Und er ist derjenige, der mich auf Logiklücken oder Schwachstellen hinweist. Ich höre nicht immer auf ihn. Aber was mich wirklich motiviert, ist seine Begeisterung für jede einzelne meiner Geschichten. Und warum er? Wenn mir jemand beigebracht hat, was Liebe ist, dann er. Da ist es doch das Mindeste, dass er meine Geschichten als Erster lesen darf, oder?
Was macht dich und deine Bücher besonders?
Ich glaube, man spürt in jedem meiner Bücher die Liebe, die ich für meine Protagonisten empfinde. Zu sagen, dass sie alle genauso sind wie ich, wäre übertrieben, aber ich finde es faszinierend, mich in sie hineinzuversetzen und dann zu ihnen zu werden. Beim Schreiben herauszufinden, warum sie so handeln, wie sie handeln. Die Muster kennenzulernen, in denen sie gefangen sind.
Was meine Bücher außerdem besonders macht ist, dass es nie nur um Liebe (oder Verbrechen) geht. Es geht immer noch um etwas anderes. Um unsere Unfähigkeit, unsere Gefühle zu zeigen, um Ungerechtigkeiten, um die kleinen Sorgen des Alltags – und manchmal auch um die Großen.