Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden und gab es einen „Aha“-Moment?
Auf irgendeiner Party erzählte man sich, wie bei einem Junggesellenabschied in Budapest jemand in eine Seitenstraße gelockt wurde, wo man ihm eine Niere entfernte. Der Kerl hat nur knapp überlebt. Daraus entstand meine Idee für die Grundlage des Buches.
Gab es beim Schreiben einen Moment, der dich emotional besonders gepackt hat? (Achtung: Spoiler!)
Ja, da gab es tatsächlich mehrere. Die Entführung und anschließend im Verlies aufzuwachen. Die romantische Szene im Strandhaus mit Maria und Matteo. Der Moment, in dem sich Matteos bester Freund selbst hingerichtet hat.
Was hat dich ursprünglich zum Schreiben gebracht?
In meinem eigentlich gelernten Beruf (Personalerin) kann ich leider nicht mehr wegen meiner Erkrankung (MS) arbeiten. Dann habe ich mich daran erinnert, was meine Deutschlehrerin mal zu mir sagte: „Du hast so eine blühende Fantasie, du kannst auch Autorin damit werden!“ Tja… und nun :)
Wie sieht dein Schreiballtag aus (falls es so etwas gibt)?
Nicht jeder Tag ist bei mir gleich gut – weswegen ich die Tage immer genieße, wenn ich schreiben kann. Dann gibt es einen italienischen Cappuccino, mein Hund liegt dann zu meinen Füßen unter dem Tisch, keiner nervt mich ;) und ich schreibe über viele Stunden, bis mein Rücken sich meldet.
Was hast du bei der Recherche gelernt, dass du nie erwartet hättest?
Bevor ich angefangen habe zu schreiben, hatte ich ein ausführliches Interview mit unserem Bestatter. Das war wirklich interessant, alles darüber zu erfahren. Ich hatte zuerst auch meine Bedenken und irgendwie auch einen Kloß im Hals. Aber diese Arbeit so erklärt zu bekommen, hat mich im Nachhinein wirklich sehr beeindruckt.
Dasselbe hatte ich dann auch mit der polizeilichen Recherche. Es ist also nicht alles so, wie beim Tatort im TV.
Wer darf deine Texte zuerst lesen – und warum genau diese Person?
Meine Tochter (18), da sie ihre berufliche Karriere als Lektorin starten möchte und sie Bücher liebt. Sie liest so viel und ist mein stärkster Kritiker.
Und meine Freundin Ina. Sie ist ehrlich genug um mir zu sagen, wenn es nicht gut ist.