Wie viel von dir steckt in Tod d’Azur oder deinen Figuren?
Sehr viel. In der Hauptfigur Matazzi, aber auch in anderen Figuren und Szenen des Romans. Selbst Erlebtes bildet die Grundlage, der Rest ist Fantasie.
Welche Figur aus Tod d’Azur würdest du gern mal in echt treffen und was würdet ihr machen?
Mit Matazzi würde ich gern in seinem Lieblingsrestaurant die Küche Nizzas genießen – am besten eine „daube nicoise“, sein (und mein) Lieblingsgericht: ein Rindfleisch-Schmortopf mit Pasta. Dazu eine gute Flasche Rosé. Wir hätten einen schönen Abend.
Gibt es Figuren, die dich überrascht oder ihre eigene Richtung eingeschlagen haben?
Das kleine Team um Matazzi hat im Laufe des Schreibprozesses an Profil gewonnen: Amel Bouchema und Sébastien Dallio. Beiden habe ich auch eigene Kapitel gewidmet.
Wie kommst du auf die Ideen für deine Romane?
Inspiration kommt aus meinen journalistischen Reportagereisen nach Südfrankreich und vielen privaten Reisen und Begegnungen im Laufe der Jahre.
Was hat dich ursprünglich zum Schreiben gebracht?
Mein Wunsch, längere Geschichten zu erzählen, als es mir als Journalist möglich ist. Außerdem ist der Kriminalroman eine hervorragende Möglichkeit, in einer dramaturgisch klaren Struktur kreativ zu sein. Ich hatte außerdem große Lust, meine Frankreich-Liebe in Kriminalromane einfließen zu lassen.
Wie sieht dein Schreiballtag aus?
Ich bin hauptberuflich Fernsehjournalist beim Südwestrundrunk in Mainz – und schreibe immer dann, wenn Job und Familie (mein Sohn ist vier Jahre alt) es zulassen: also meistens abends oder am Wochenende.
Wo und wie schreibst du am liebsten und hast du eine feste Routine oder einen Lieblingsort?
Am liebsten schreibe ich zuhause mit Laptop auf dem Esszimmer-Tisch und Blick auf die Hainbuche vor dem Balkon.
Was tust du, wenn’s mal nicht läuft – Schreibblockade, Alltag, keine Lust?
Wenn es mal hakt, einfach vorm Laptop sitzenbleiben und weitermachen. Oft kommen die Ideen beim Schreiben.