Wie heißt du und was schreibst du?
Ich heiße Jessica Elias und schreibe, was mir einfällt – ich spüre mich in all meinen Facetten. Aktuell: atmosphärischer Cozy Crime mit psychologischem Fokus.
Wie ist die Idee zu Eine tödliche Entspannung entstanden – gab es einen „Aha“-Moment?
Die Idee entstand nicht in einem einzigen Moment, sondern schleichend.
Anfangs habe ich niemanden von meinem Schreibprozess erzählt, später nur meinen Partner und meine Oma eingeweiht. Erst als ich mein Manuskript eingereicht habe, habe ich mein Geheimnis gelüftet.
Gab es beim Schreiben einen Moment, der dich emotional besonders gepackt hat?
Ja.
Als ich den ersten Teil meines Manuskripts an meine Oma zum Lesen übergeben habe. Dieses Feedback hat mein weiteres Schreiben geprägt und mir nochmal ganz neuen Input gegeben.
Gibt es Figuren, die dich überrascht oder ihre eigene Richtung eingeschlagen haben?
Ja.
Gerade Figuren, die zunächst nur als Nebenfiguren gedacht waren, haben plötzlich mehr Raum eingenommen.
Nicht, weil ich es geplant habe, sondern weil sie sich im Schreiben als wichtig erwiesen haben.
Ich habe gelernt, ihnen zuzuhören.
Welche Figur aus Eine tödliche Entspannung würdest du gern mal in echt treffen – und was würdet ihr machen?
Mara. Wir würden spazieren gehen, kaum sprechen – und sehr genau hinschauen.
Was tust du, wenn’s mal nicht läuft – Schreibblockade, Alltag, keine Lust?
Dann zwinge ich nichts.
Oft hilft Bewegung, Abstand, ein Spaziergang oder einfach ein paar Notizen ohne Ziel.
Ich habe gelernt, dass Stillstand manchmal Teil des Prozesses ist – kein Zeichen von Scheitern.
Was macht dich und deine Bücher besonders?
Meine Spannung entsteht nicht aus Action, sondern aus Stille, Wahrnehmung und Nähe.
Räume, Geräusche und Atem sind Teil der Geschichte.
Ich schreibe Krimis für LeserInnen, die gern genau hinschauen – und aushalten, dass nicht alles erklärt wird.
Hast du ein Ritual oder einen „Schreibtick“?
Ich lese mir den letzten Absatz laut vor, bevor ich weiterschreibe.
So finde ich wieder in Rhythmus und Atmosphäre – und merke sofort, ob ich noch „drin“ bin.
Welche Hobbys hast du außerhalb des Schreibens?
Yoga, Arbeit mit Atem und Körperwahrnehmung, Design.
All das fließt auch ins Schreiben ein – oft leiser, als man denkt.
Kaffee oder Tee beim Schreiben – oder was ganz anderes?
Meist Tee.
Etwas Warmes, Ruhiges – nichts, das drängt.
Was liest du privat am liebsten und was war dein letztes Highlight?
Ich lese am liebsten psychologisch dichte Krimis, die sich Zeit lassen und zwischen den Zeilen arbeiten.
Autorinnen wie Tana French, Melanie Raabe oder Simone Buchholz begleiten mich schon lange.
Besonders mag ich Bücher, die nachwirken, statt laut zu enden.
Ich arbeite mich aber auch gerne durch diverse Genre, Ratgeber, Fantasy – bei mir gibt es nichts, was es nicht gibt.