Worum geht es in deinem Krimi Das Tote Moor?
Vor achtzehn Jahren verschwand Hannah spurlos im Toten Moor. Ihre beste Freundin Kendra kehrte allein zurück und hat seitdem nie aufgehört, sich zu fragen, was in jener Nacht wirklich geschah.
Heute ist Kendra Diering forensische Psychologin. Als im Moor eine Frauenleiche entdeckt wird und ein mysteriöser Auftrag sie zurück an den Ort ihrer Vergangenheit führt, muss sie sich nicht nur einem neuen Mordfall stellen, sondern auch ihren eigenen Erinnerungen.
Zwischen archaischen Ritualen, dunklen Geheimnissen und einem Mann, der mehr weiß, als er zugibt, gerät Klara immer tiefer in ein Netz aus Lügen und Schuld. Und bald wird klar: Das Moor hat seine Toten nie wirklich freigegeben.
Gibt es ein Thema oder eine Botschaft, die dir bei dem Krimi besonders wichtig war?
Freundschaft. Denn ein Freund ist jemand, der viel über dich weiß, deine Gedanken errät, und dich trotzdem gernhat und schätzt.
Was hast du bei der Recherche gelernt, dass du nie erwartet hättest?
Das Menschen gerne wegsehen, um sich zu schützen. Leider gibt es mehr Feiglinge, als Leute, die helfen. Im Landeskriminalamt unterhalten wir uns. Auch, über Reaktionen und die unterschiedlichen Grundhaltungen.
Welche Szene hat dir selbst beim Schreiben Gänsehaut gemacht?
Das alte Moorbad mit dem Pavillon und der Badewanne, die gefüllt ist, nur was findet sich darin?
Welches kleine Detail oder Easter Egg im Buch würdest du gern hervorheben?
Die Frage, ob ein trockener Kuss eine DNA Spur auf den Lippen einer Frau hinterlassen kann. Die Antwort ist ja, selbst ein flüchtiger Kuss kann auf den Lippen minimale Speichelreste hinterlassen.
Was hat dich ursprünglich zum Schreiben gebracht?
Als Kind habe ich an einem Wintertag etwas sehr etwas Dummes getan, woraufhin mein Dad verlangte, du wirst den Unsinn aufschreiben und das geht ans ZDF (er hatte die Kontakte), dass niemand auf so einen Irrsinn kommt. Das ZDF brachte es damals tatsächlich in einem Beitrag. Ohne einen Namen zu nennen, natürlich. Doch der Beitrag war auch noch in all den Folgejahren zu sehen.
Ich kam auf den Gedanken, ich könnte auch etwas Nettes schreiben. Das tat ich. Auf meine Art. Ich veränderte für mich bekannte Geschichten, deren Ende mir nicht gefiel. Ich wollte, dass eine Sache gut endet. Das bin ich heute noch. Niemand soll sich verlieren, denn es könnte ja sein …
Was liest du privat am liebsten und was war dein letztes Highlight?
Die Krimiautorin liest Krimis. Es darf auch gerne neben der Spannung etwas Liebe sein – Sandra Brown. Zuletzt: Kalter Kuss
Sie liest außerdem Biografien. Sie ist kein soo einseitiger Charakter. Stephen King las ich als Jugendliche im Original. Salems Lot und Bag of Bones (ja, gerne bösartige Spannung).
Hast du eine kurze Nachricht oder ein paar Worte für deine Leser:innen?
Worte sind geladene Pistolen – sagte Jean-Paul Sartre – die Frage wäre: Was ist die Absicht? Denn er hat Recht. Im Roman und im Leben. Man verletzt, wenn es gewollt ist, und schlimmeres, wenn die Person sich von diesem Angriff nicht mehr erholt. Seid vorsichtig!