Interview Ein Gespräch mit Franz Leo Graser

Wie heißt du und was schreibst du?

Mein Name ist Franz Leo Graser. Tagsüber bin ich Lokaljournalist in Baden-Württemberg. Abends und an Wochenenden schreibe ich Thriller – gut recherchiert, mit echten historischen Rätseln, starken Frauenfiguren und Rom als Schauplatz.

 

Was liest du privat am liebsten und was war dein letztes Highlight?

Meine Lieblingsautoren sind Dan Brown, Robert Harris, Umberto Eco und David Mitchell. In letzter Zeit lese ich aber vor allem historische Sachbücher und Biografien – die Recherche ist für mich ein eigenes Vergnügen, fast so spannend wie das Schreiben selbst.

 

Was macht dich und deine Bücher besonders?

Ich möchte, dass Leser:innen das Gefühl haben, selbst vor Ort zu sein – auf der Ponte Sisto im Januar, in den engen Gassen von Trastevere, im Licht der Kerzen einer römischen Kirche. Rom ist nicht Kulisse in meinen Büchern. Rom ist ein lebendiger Charakter.

 

Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden und gab es einen „Aha“-Moment?

Ich war von einer real existierenden Vatikan-Archivarin (Barbara Frale) fasziniert und inspiriert und versuchte, eine Geschichte um eine solche Frau herum zu bauen. Dabei existierte das Setting noch vor dem Plot. Die Geschichte mäandrierte zunächst so vor sich hin. Erst bei einem Urlaub auf Rügen, als ich nachts auf meinem Laptop schrieb, merkte ich, dass sich die Teile richtig zusammenfügten. 

 

Wie viel von dir steckt in deinem Buch oder deinen Figuren?

Da ich selbst Journalist bin (wenn auch im Lokalen), kenne ich die Abläufe in einer Redaktion, und das hat sich auch auf den Ich-Erzähler Marc Heller übertragen. Ansonsten würde ich sagen, dass in den Figuren recht wenig von mir steckt. In Laura de Fabbris steckt aber möglicherweise mehr von meiner Frau, als sie selbst weiß.

 

Wenn dein Buch ein Soundtrack hätte welcher Song wäre der Titelsong?

„Nessun dorma“ von Giacomo Puccini.