Interview Autorin Sigrun Dahmer im Interview

Wie heißt du und was schreibst du? 

Mein Name ist Sigrun Dahmer. Wörter, Bücher und Kommunikation sind meine große Leidenschaft. Ich habe bereits so einige Sachbücher und Romane veröffentlicht und schreibe jetzt gerade mit großer Begeisterung an Band 4 meiner Andalusien Krimireihe. Darüber hinaus bin ich auch Rhetorik Trainerin und lizenzierte Schreibberaterin. Ich finde es toll, wenn ich auch andere bei ihren Rede- und Schreibprojekten unterstützen kann.

Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden und gab es einen „Aha“-Moment?

Meine Motivation, diesen Krimi zu schreiben, geht darauf zurück, dass ich als Kind oft unsere Wohnungsnachbarn nebenan besucht habe, die eine Schlange als Haustier gehalten haben. Die Fütterung mit Mäusen fand ich sowohl abstoßend als auch faszinierend. Als mir später Bekannte ihre Giftspinnen-Sammlung gezeigt haben, war mir klar, dass ich einen Krimi über das Milieu solcher Spinnen- und Reptilienfans schreiben wollte. Das Besondere an diesem Krimi ist das Sujet Schlangengift. Nur wenige wissen, dass das Gift auch in der Entwicklung von Medikamenten eine wichtige Rolle spielt.

Was würden deine Lieblingscharaktere über dich als Autorin sagen?

Javier findet es blöd, dass ich es ihm nicht gestatte, es sich in seiner Komfortzone bequem zu machen. Er würde am liebsten mit einer Dose Bier auf dem Sofa sitzen und ein Spiel seines Lieblingsfußballvereins im Fernseher verfolgen. Doch das lasse weder ich noch die Menschen, die ihm nahestehen, ihm durchgehen. Wir zwingen ihn dazu, liebgewonnene, aber überkommene Denk- und Verhaltensmuster zu hinterfragen und sich weiterzuentwickeln.

Bei Sandra funktioniert es genau andersherum. Sie gibt immer Vollgas, agiert dabei oft ein wenig over the top.  Das ist auf Dauer ganz schön anstrengend für sie. In Band vier ermöglichen Javier und ich ihr einige kleine Reise-Eskapaden. Sandra kann auftanken und findet die Ruhe und Entspannung, die sie im Moment dringend benötigt. Ich denke, sie wäre also zurzeit recht gut auf mich zu sprechen. (Naja, das dicke Ende kommt dann noch. Aber das erfährt Sandra erst, wenn ich das Finale fertig getippt habe).

 

Welche drei Worte beschreiben deinen Bösewicht am besten?

Mein Bösewicht ist gruselig, aber nicht nur… 
Die drei Begriffe, die ihn beschreiben, sind: „heimtückisch“, „geschmeidig“, „verloren“

Welche Hobbys hast du außerhalb des Schreibens?

Ich reise sehr gern, vor allen Dingen in den Süden. Ansonsten verbringe ich meine Zeit am liebsten mit Freundinnen und Freunden und meiner Familie. 

Was noch? Ich tanze gerne, mache Yoga, fahre Rad und engagiere mich für den Umweltschutz.

 

Gab es beim Schreiben einen Moment, der dich emotional besonders gepackt hat?

Oh ja. Gerade bei diesem Krimi war ich emotional ganz schön involviert. Ich hole gerade mal ein wenig aus. Das Schöne am Schreiben einer Buchreihe ist, dass sich das Protagonisten-Team weiterentwickeln kann.  Während im letzten Band der arme Javier mit seiner Midlife-Crisis zu kämpfen hatte, machen sich diesmal Sandra und Diego Gedanken über eine mögliche Familienplanung. Leider läuft das alles nicht so glatt, wie sie sich das wünschen. Es gibt da eine Szene, die ganz besonders aufwühlend ist. Ich fand es eine ziemliche Herausforderung, sie überzeugend in Worte zu fassen und habe sie mehrere Male umgeschrieben.