Interview Thriller-Autor Klaas Kroon im Interview

Wie ist die Idee zu deinem Ermittlerthriller Der Teufel vom Isemarkt entstanden?
Natürlich spielen aktuelle Terroranschläge eine Rolle. Mir kam die Idee, dass bei einem solchen Anschlag auch alles ganz anders sein kann, als alle denken und ein Täter die öffentliche Empörung und die Fahndung nach den üblichen Verdächtigen als Tarnung nutzt.

Was hat dich ursprünglich zum Schreiben gebracht? 
Ich war lange Jahre Journalist, später Chefredakteur in der Unternehmenskommunikation. Geschrieben habe ich immer. Das Schreiben fiktiver Geschichten hat mich immer schon gereizt. 2017 habe ich endlich damit angefangen.

Wie viel von dir steckt in deinem Buch oder deinen Figuren?
Ich bin ungefähr im gleichen Alter wie Hauke. Das verbindet. Wir haben äußerlich keine Ähnlichkeit miteinander, sind aber charakterlich ähnlich gestrickt. Wir mögen keine Intoleranz, Vorurteile und Ungerechtigkeit. Auch ein paar weitere Figuren tragen Züge von Leuten, die ich kenne. Es bleiben aber alles fiktive Charaktere.

Wenn dein Buch ein Soundtrack hätte welcher Song wäre der Titelsong?
Ein paar Songs von Bob Dylan, den mag Hauke. Die melancholischen Teile würde ich mit Philip Glass untermalen, die hektischen mit Miles Davis in seiner elektronischen Phase.

Gab es beim Schreiben einen Moment, der dich emotional besonders gepackt hat?
Es fällt schwer zu beschreiben, wie ein LKW in einen belebten Markt rast. Ein so grausames Verbrechen kann ich mir kaum vorstellen und ich glaube, dass ich einen guten Weg gefunden habe, das Ereignis indirekt und durch die Augen des behinderten Joe zu erzählen.

Gibt es ein Thema oder eine Botschaft, die dir beim Buch besonders wichtig war?
Vorsicht bei schnellen Schlussfolgerungen und Urteilen. Und: Immer Mensch bleiben.