Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden und gab es einen „Aha“-Moment?
Mein Vater war sehr krank, als er viele Fragen zum Where about seines Vaters im Krieg hatte. Er gab mir die einzig verbliebenen Briefe von Paul und bat mich zu recherchieren. Je tiefer ich grub, desto klarer war: dies alles musste für die Nachwelt aufgeschrieben werden. Die Liebe der beiden genauso wie Krieg, Zerstörung und Hass.
Was hat dich ursprünglich zum Schreiben gebracht?
Meine Liebe zum Lesen und meine Neugier auf das Leben. Es hat mich schon immer interessiert, warum Dinge wie geschehen, warum Menschen wie handeln, fühlen, denken … Ich denke eine gewisse Portion Neugier braucht man als Autorin.
Wie viel von dir steckt in deinem Buch oder deinen Figuren?
Das Buch spielt in dem Haus, in dem ich meine Kindheit verbrachte, die Menschen essen, was ich als Kind aß, leben und lachen in denselben Räumen, gehen auf den gleichen Straßen …
Wo und wie schreibst du am liebsten und hast du eine feste Routine oder einen Lieblingsort?
Feste Routine ist wirklich täglich mindestens zwei Stunden zu schreiben. Egal, wo ich bin. Am liebsten schreibe ich mit Blick auf Wasser. Egal ob an der Ostsee oder einem See, das klingt kitschig, ist aber einfach mein Lieblingsszenario und ich versuche jedes Jahr mindestens zwei Schreibwochen an der Ostsee zu organisieren.
Gab es beim Schreiben einen Moment, der dich emotional besonders gepackt hat?
Noch immer muss ich weinen, wenn ich den Brief meiner Oma aus dem April 1945 lese, in dem sie sich fragt, ob es sich noch lohnt, die Kinder zu ermahnen, wo man doch nicht weiß, wo ihr Weg hinführt …
Was liest du privat am liebsten und was war dein letztes Highlight?
Historische Familienromane, Biografien und ab und an mal einen Tsokos
Was hast du bei der Recherche gelernt, dass du nie erwartet hättest?
Die Grausamkeit in den Lagern wurde auf einmal sehr real und die Erbarmungslosigkeit, die in so langem „Aushalten“ liegt, hat mich umgehauen.
Welche Hobbys hast du außerhalb des Schreibens?
Ich lese, liebe Hörbücher, fahre Rad und schwimme.
Hast du eine kurze Nachricht oder ein paar Worte für deine Leser:innen?
Ich freue mich unbändig, wenn du meinen Romanfiguren und ihren Geschichten deine Zeit widmest. Ich habe akribisch recherchiert, um die Hintergründe und Settings so genau wie möglich für dich zu skizzieren und hoffe sehr, dass du animiert wirst, dich noch näher mit den Themen zu beschäftigen.